Ein ungewöhnliches Bild bot sich am 14. Juni 2006 am Sulzer See. Soldaten mit schwerer Technik
versenkten im Wasser Baumstämme noch bestückt mit Ästen und Zweigen. Mit dieser Aktion soll die Entwicklung einer
natürlichen Unterwasser-Biotopstruktur beschleunigt werden. Die Bundeswehr, die jedes Jahr mit der Stadt Erfurt
anlässlich des Umwelttags eine gemeinsame Naturschutzaktion durchführt, half dabei mit Technik und Personal aus.
Der Sulzer See entwickelt sich schon seit Jahren zum Naturschutzsee. Totholz - in natürlichen Gewässern ein
typisches Strukturelement - fehlt in künstlichen Gewässern, wie Kiesgruben, in den ersten Jahrzehnten.
Viele Arten, wie z.B. Barsch und Hecht, sind jedoch auf solche Strukturen als Laichplatz oder Unterstand
angewiesen. Außerdem bieten sie Lebensraum für unzählige Kleintierarten.