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  Blick auf Stotternheim

Stotternheim war bis zur Gebietsreform im Jahre 1994 eine selbstständige Gemeinde. Danach wurde sie in die Landeshauptstadt Erfurt integriert. Gegenwärtig hat die Ortschaft ca. 3.550 Einwohner und besitzt eine Gesamtfläche von 1.575 Hektar.

Der Ort Stotternheim wurde im Jahre 1088 erstmalig urkundlich erwähnt. Bedeutung erhielt der Ort, als im Jahre 1823 mit Bohrungen nach Steinsalz begonnen wurde, die im Jahre 1828 erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Es wurde eine 28-prozentige Sole gefördert.

Im Jahre 1847 wurde das Solbad „Louisenhall“ in Betrieb genommen. Hier wurden bis zum 2. Weltkrieg Kuren durchgeführt. Kurgäste kamen sogar aus Berlin. Die im Jahr 1887 errichtete Saline „Neuhall“ (in der Nähe vom Bahnhof) förderte noch bis 1950 Steinsalz.
Das Gebiet um „Louisenhall“ ist als Flächennaturdenkmal ausgewiesen, da hier besondere Salzpflanzen wachsen.

Ab 1990 entstanden im Nordwesten ein neues Wohngebiet „Hinter der Mühle und den Höfen“ und im Nordosten ein Mischgebiet (Wohnen und Gewerbe) mit einer Fläche von 14 ha.

In Stotternheim sind zur Zeit 250 Gewerbe angemeldet. Außerdem sind Verkaufseinrichtungen für Lebensmittel und Drogeriebedarf vorhanden. Ferner befinden sich 3 Zahnarztpraxen, 2 Allgemeinmediziner, 1 Kinderarzt, 1 Urologe/Chirurg sowie 1 Apotheke und 2 Tierarztpraxen in der Ortschaft.

An der Grund- und Regelschule lernen derzeit 440 Kinder, der im Jahre 2001 errichtete neue Kindergarten kann 100 Kinder aufnehmen. Die Jugendlichen treffen sich im Jugendclub und für die Senioren stehen Räumlichkeiten im Gemeindehaus zur Verfügung. In Stotternheim gibt es eine evangelische und eine katholische Kirche.

In der Gemarkung Stotternheim, am Fuße des Galgenhügels, befindet sich der Lutherstein. Im Jahre 1917 wurde dieser schwedische Granitstein zum Gedenken an Martin Luther errichtet.

Ortschaftsbezogene REK-Projekte:
1. Stotternheimer Salz- und Salinenweg
2. Schießstand Stotternheim
3. Heimatstube Stotternheim
4. Bürgerhaus
5. Felsenkeller

Kontakt:
Ortsteilbürgermeister Herr Gerhard Schmoock
Ortsteilverwaltung
Erfurter Landstraße 1, 99195 Erfurt-Stotternheim
Tel.: (036204) 7 02 92
Fax: (036204) 7 02 92
Sprechzeiten: Mi 16.30 -18.00 Uhr

Stotternheim Ortsbild Kastanienalle am Bahnhof Stotternheim
   

1088
Erstmalige urkundliche Erwähnung
1823 - 1828
Bohrungen nach Stein- salz wurden erfolgreich durchgeführt.
1847
Inbetriebnahme des Solbades „Louisenhall“
1887
Bau der Saline „Neuhall“, die bis 1950 Steinsalz förderte.
1917
Zum Gedenken an Martin Luther wurde der Lutherstein am Fuße des Galgenhügels errichtet.

Heimatblatt Stotternheim (unter Kirchspiel Stotternheim)

 
 
© 2003 ERFURTER SEEN
 
Letzte Aktualisierung: 19.03.2010
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