Das Erfurter Seengebiet befindet sich regional- klimatisch im trockenwarmen
Zentrum des Thüringer Beckens mit niederschlagsarmer, subkontinentaler Prägung. Das Thüringer Becken stellt den
westlichen Ausläufer des mitteldeutschen Trockengebietes dar und liegt in
Leelage des Thüringer Waldes und der westlichen und nordwestlichen Randhöhen.
Die Niederschlagsarmut wird in der Gera-Niederung bei Erfurt durch den Abschirmeffekt der Fahner Höhen
gegenüber feuchten Luftmassen noch verstärkt.
Folgende Klimadaten sind für das Thüringer Becken charakteristisch:
- mittlere Jahresniederschlagsmenge: ca. 500 mm
- mittlere Jahrestemperatur: 8,5 °C
- mittlere Julitemperatur: 18 °C
- Jahresschwankung der Lufttemperatur: 18 °C
- vorherrschende Windrichtung: West bis Südwest
Lokalklimatisch sind die Niederungsbereiche, die den größten Teil der Erfurter Seengebiet einnehmen,
durch eine erhöhte Neigung zur Ansammlung von Kaltluft und zur Nebelbildung geprägt.
Insbesondere den Niederungbereichen um den Sulzer See sowie östlich und westlich von Stotternheim kommt
eine wichtige lokalklimatische und lufthygienische Ausgleichsfunktion für die Stadt Erfurt zu. |